Konsumentenkredit

Von | April 16, 2009

Manchmal kommt das Eine auf das Andere. Erst muss das Auto zur Durchsicht, dann tropft der Wasserhahn und zum Schluss geht auch noch der Fernseher kaputt. Das sind alles ungeplante Ausgaben, die finanziell ganz schön in die Enge treiben können. Da hilft manchmal nur ein Konsumentenkredit, damit man seine Rechnungen pünktlich bezahlen kann. Solche Ratenkredite bietet mittlerweile jede Bank für Privatpersonen, so genannte Verbraucher, an. Eine Form des Konsumentenkredits ist der Dispositionskredit (Dispokredit). Die kontoführende Bank duldet die Überziehung eines Kontos bis zu einer vereinbarten Höhe. Diese hängt von den monatlichen Zahlungseingängen ab. Diese Überziehung wird mit Sollzinsen frei oder in festen Raten zurückgezahlt. Der Bankkunde zahlt die Zinsen nur für die Überziehung auf den Euro und auf den Tag genau berechnet. Die Zinssätze für diese Dispositionskredite liegen heute zwischen 12 und 15 % p.a.

Die zweite Möglichkeit, einen Konsumentenkredit zu erhalten, ist eine Kreditkarte. Mit einer solchen Karte, heute auch gern Plastikgeld genannt, kann der Inhaber weltweit für Waren und Dienstleistungen bezahlen oder Bargeld abheben. Der Händler bekommt sein Geld von der Bank, diese gewährt dem Karteninhaber bis zur Rückzahlung einen Kredit. Das Kreditinstitut rechnet meist monatlich mit dem Kreditkarteninhaber ab, der zahlt dann den Betrag in einem Betrag oder in Raten zurück. Für diese Ratenzahlung verlangt die Bank wiederum Zinsen Über eine festgelegte Mindesttilgung hinaus kann der Bankkunde jederzeit höhere Raten zurückzahlen und so Kosten sparen.

Eine dritte Variante des Konsumentenkredits besteht im klassischen Ratenkredit. Hier erhält der Kreditnehmer eine feste Summe Geld auf sein Konto. Diese Kredite waren früher oft zweckgebunden (Autokredit, Einrichtungskredit), heute verlangt die Bank keine Rechenschaft mehr. Der Kreditnehmer kann meist frei zwischen 2000 bis 50 000 Euro und einer Laufzeit zwischen 12 und 84 Monaten rechnen. Bei einigen Banken sind noch höhere Kreditsummen und Laufzeiten möglich. Die Höhe der Zinsen ist hier vom Kreditbetrag und von der Länge der Rückzahlung abhängig. Grundsätzlich gilt, je mehr Geld über eine längere Zeit zurückgezahlt werden muss, um so höher sind die Zinsen. Bei diesen Konsumentenkrediten sind heute schon Zinssätze zwischen vier und sechs % möglich, allerdings stehen die Tilgungsraten über die gesamte Laufzeit fest, Sonderzahlungen sind nicht möglich.

Für die Gewährung eines Kredits verlangen Banken Zinsen. Zusätzlich berechnen sie dem Kreditnehmer für den Abschluss und die Bearbeitung Gebühren. Dieser Gebührendschungel ist für den Verbraucher oft sehr undurchdringlich. Aus diesem Grund müssen die Banken den effektiven Jahreszins benennen. Hier sind alle Nebenkosten bereits eingerechnet. Damit ist dieser effektive Zins die einzig verlässliche Angabe, mit der der Kreditnehmer die unterschiedlichen Angebote verschiedener Banken vergleichen kann. Die aufwendige Arbeit eines Kreditvergleiches haben im Internet einige Portale abgenommen. Solche Kreditrechner ermöglichen es, durch die Änderung von Ausgangsdaten, den Kredit an die individuellen Wünsche anzupassen.



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