Eilkredit

Von | April 19, 2009

Bei einem Eilkredit kommt es aus Sicht des Kreditnehmers vorrangig darauf an, möglichst schnell, am besten noch am Tag der Antragstellung, über den angeforderten Kredit verfügen zu können. Der Sinn eines Eilkredit besteht in erster Linie darin, den Antragsteller aus einer kurzfristigen Finanzklemme zu verhelfen, die bei einem Aktiengeschäft oder einer anderen Transaktion entstehen kann. Wer auf einen Eilkredit zurückgreifen möchte, ist meist durchaus solvent und kann nur zum fraglichen Zeitpunkt nicht direkt auf sein Vermögen zugreifen. Die Rückzahlung eines Eilkredits sollte in diesem Fall für den Kreditnehmer kein großes Problem sein. Der Kreditnehmer profitiert in erster Linie von der schnellen Verfügbarkeit des Eilkredits.

Es ist nahe liegend, einen Eilkredit nicht unbedingt bei einer Filiale der Hausbank zu beantragen, die nur über eingeschränkte Geschäftszeiten verfügt und häufig ein längeres Bearbeitungsverfahren erfordert. Eilkredite können am schnellsten über Finanzdienstleister bezogen werden, die ihre Geschäfte über ein Internet-Portal betreiben. Die Eingabe der synonym zu verwendenden Bezeichnungen Eilkredit, Schnellkredit, Expresskredit oder Sofortkredit in die Eingabemaske einer Suchmaschine führt rasch zu einer Reihe geeigneter Anbieter.

Das Antragsverfahren für einen Eilkredit bei einer Bank oder einem anderen Finanzdienstleister im Internet erfolgt durch entsprechende Eingabemasken auf dem Web-Portal des Anbieters. Alle notwendigen Daten werden online abgerufen. Die Bonität des Antragstellers kann innerhalb weniger Stunden über die Schufa oder beispielsweise über das Kreditinstitut abgefragt werden, von dem der potentielle Kreditnehmer eine Kreditkarte erhalten hat. Sind diese Anfragen nicht möglich – wenn der Antragsteller z.B. keine Kreditkarte aufweisen kann, oder verlangt das Kredit gebende Finanzinstitut eine persönliche Identifizierung des Antragstellers, so kann diese über das Post-Ident-Verfahren vorgenommen werden. In diesem Fall erfolgt die Identifizierung über die Vorlage eines Ausweispapiers beim Postboten. Nachteil ist allerdings, dass diese Identifizierung frühestens am Folgetag vorgenommen werden kann.

Die Konditionen eines Eilkredits sind sehr unterschiedlich, da jeder Dienstleister und jede Bank individuell kalkulieren. Charakteristisch für einen Eilkredit ist jedoch die beschränkte Kreditsumme, die selten über 10.000 Euro hinausgeht. Darüber hinaus liegt der effektive Jahreszins für die vom Kreditnehmer zurückzuzahlende Summe etwas höher als der Zins für herkömmliche Kreditformen. Die Kreditinstitute berechnen einen gewissen Aufschlag für die Geschwindigkeit, mit der der Kreditantrag beschieden wird, und für das aus Sicht der Bank höhere Ausfallrisiko. Der Kreditnehmer hat jedoch auch bei einem Eilkredit Einfluss auf die Höhe des Zinses. Er kann selbst entscheiden, ob er die Gebühren für eine Kreditausfallversicherung übernehmen oder diese Versicherung nicht abschließen möchte. Der effektive Jahreszins steigt oder fällt auch mit dem vom Kreditnehmer gewählten Zeitraum für die Rückzahlung der Kreditsumme.

Ein Eilkredit ist also die optimale Kreditform für Verbraucher oder Anleger, die finanziell nicht schlecht gestellt sind, aber kurzfristig einen Finanzierungsbedarf befriedigen möchten. Die durchschnittlich etwas höheren Kreditkosten können in vielen Fällen durch das mit dem Eilkredit finanzierte Geschäft egalisiert werden.



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