Baukredit

Von | April 17, 2009

Der Bau eines neuen Hauses ist immer mit sehr hohen Kosten verbunden. Diese können in der Regel nicht oder nicht ganz aus eigenen Mitteln bestritten werden. Um sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden trotzdem zu erfüllen, kann man auf einen Baukredit von einer Bank zurückgreifen. Da die Angebote auf dem Bankenmarkt sehr vielseitig und teilweise auch unterschiedlich sind, sollte sich der zukünftige Bauherr vorab informieren, um die passende Finanzierung herauszufinden. Heutzutage lohnt es sich auch mal, einen Blick in das Internet zu werfen, da gerade hier mitunter sehr günstige Kredite zu finden sind.

Bevor man sich für den Hausbau und die damit verbundene Finanzierung entscheidet, sollte man sich Gedanken über die finanzielle Belastung machen. Denn nur dann, wenn die Kreditraten aus dem Einkommen abgedeckt sind, gibt es von der Bank auch eine Finanzierungszusage. Dazu werden durch die Bank verschiedene Pauschalen vom monatlichen Einkommen, z. B. die Lebenshaltungskosten, Pauschalen für das Auto oder Bewirtschaftungskosten für das Grundstück, abgesetzt. Danach muss der Kreditnehmer einen Überschuss in Höhe der Kreditrate und für außerordentliche Ausgaben zur Verfügung haben. Sofern die sogenannte Haushaltsrechnung jedoch ein Defizit ergibt, wird der Kredit abgelehnt. Dann besteht nur noch die Möglichkeit einen Bürgen oder Mitkreditnehmer einzubeziehen.

Ausschlaggebend bei einem Baukredit sind erst einmal die damit verbundenen Konditionen. Die wichtigste Komponente ist dabei der Effektivzins. Er beinhaltet neben dem Nominalzins die weiteren Kosten, die mit der Finanzierung im Zusammenhang stehen, wie beispielsweise die Bearbeitungsgebühr. Der Effektivzins ist das Kriterium mit dem man am besten die verschiedenen Kreditangebote vergleichen kann. Die Zinsen für einen Baukredit sind immer günstiger als bei einer normalen Ratenfinanzierung. Dies hängt insbesondere damit zusammen, dass eine Grundschuld oder Hypothek, die grundsätzlich als Sicherheit für einen solche Finanzierung dient, wertvoller ist, als andere Sicherheiten. Bei der Entscheidung für eine Zinsfestschreibung sollte man sich über das derzeitige Zinsniveau informieren. Sind die Zinskonditionen momentan sehr niedrig, empfiehlt es sich die Zinsen so lange wie möglich festzuschreiben. Bei den meisten Banken sind Festschreibungen bis zu 15 Jahren möglich. Während einer Hochzinsphase sollte sich der Kreditnehmer eher für eine kürzere Zinsfestschreibung oder aber eine variable Verzinsung entscheiden.

Neben den Zinsen ist auch noch die Rückzahlung des Baukredites relevant. Hier werden von den Banken drei verschiedene Finanzierungsformen angeboten. Beim Tilgungs- oder Annuitätendarlehen zahlt der Kreditnehmer eine feste Rate, meist monatlich, die sowohl Zinsen als auch Tilgung enthält. Eine weitere Variante ist das Abzahlungsdarlehen, bei dem man eine Tilgungsrate zahlt und die Zinsen zusätzlich belastet werden. Und dann gibt es noch das Festdarlehen, bei dem der Kreditnehmer über die ganze Laufzeit Zinsen auf den gesamten Kreditbetrag zahlt. Die Tilgung erfolgt komplett in einer Summe am Ende der Laufzeit. Oft wird in eine Finanzierung auch ein Bausparvertrag eingearbeitet.



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